Innovatives regionales Marketing für Landwirtschaftsbetriebe

Regionales Marketing – für viele Landwirtschaftsbetriebe bisher kein „großes“ Thema.
Genau deshalb lohnt sich dieser Nachmittag.

Seien Sie herzlich willkommen zu unserem nächsten Thementag.

Sie führen einen professionellen Landwirtschaftsbetrieb – Vermarktung und Marketing standen dabei selten im Vordergrund. Doch genau hier liegen Potenziale: Für die regionale Wertschöpfung, für ein zusätzliches Stand-bein und für das Ansehen Ihres Betriebs. Anhand von vier Leitfragen und konkreten Beispielen von Berufskollegen zeigen wir, was möglich und für Ihren Betrieb realistisch ist.

Folgende Fragen stehen im Fokus unserer Veranstaltung:

  1. Welches Potenzial hat regionales Marketing für landwirtschaftliche Betriebe in Mitteldeutschland?
  2. Welche innovativen und zukunftsträchtigen Ansätze gibt es?
  3. Ist regionales Marketing als zusätzliches Standbein im Landwirtschaftsbetrieb zu stemmen?
  4. Wie schafft man es, dass sich regionales Marketing landwirtschaftlicher Produkte für den Landwirtschaftsbetrieb trägt?

Freuen Sie sich mit uns auf einen spannenden und informativen Nachmittag unter unserem Motto:

Faktenbasierter Austausch, Impulse und Lösungsvorschläge 
zur Landwirtschaft und zum ländlichen Raum in Mitteldeutschland


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Vom kleinen Zeichen bis zum zweiten Standbein

Das Fundament: Wie Ihr Betrieb in der Region wahrgenommen wird – bei Mitarbeitern, Pächtern, Verwaltung und Nachbarn.

Die kleine „Pflanze“: Einzelne Produkte regional vermarkten – Getreide zum lokalen Bäcker, Rinder zum lokalen Fleischer. Kein großer Umsatz, aber ein Zeichen, das wachsen kann.

Das zweite Standbein: Regionale Vermarktung als eigenständiges Geschäftsmodell mit spürbarem Anteil am Umsatz.
    

Programm

Begrüßung, Einführung und Moderation
Dr. Uwe Bergfeld und Dieter Künstling, LöS 

Hauptvortrag
Matthias Schneider, Dipl.-Agraringenieur, Informatiker und Betriebswirt mit Marketing-Spezialisierung, selbst Vollerwerbslandwirt

Erfahrungsbericht aus der Sicht der landwirtschaftlichen Praxis
Thomas Rößner (Agrarprodukte Kitzen e.G.) und Dr. Anna Catherina Voges (Saat-Gut Plaußig Voges KG)

Erfahrungsbericht Regionalität aus Sicht des Handels
Matthias Härtzschel (Inhaber REWE-Markt Leipzig Zentrum im NEO, Leuschnerplatz)

Fachdiskussion und Schlussfolgerungen, Credo und Ausblick

Ein kurzes Credo

Angesichts der derzeitigen Situation an den Absatz- und Einkaufsmärkten für Landwirtschaftsbetriebe sollte man meinen, dass eine direkte Vermarktung der eigenen Produkte ein attraktiver Weg sein sollte, um zusätzliche Wertschöpfung zu generieren.

Das ist grundsätzlich sicher richtig, aber:

Regionale Vermarktung durch Landwirtschaftsbetriebe hat Potential, ist aber auch ein sehr langer Weg, der mit viel Engagement, Professionalität und Weitsicht beschritten werden muss und nicht ohne wirtschaftliches Risiko ist. Was in einem Betrieb und einer Region funktioniert, muss unter anderen Bedingungen nicht unbedingt passen.

Grundlage jeder regionalen Vermarktung ist ein gutes regionales Marketing des Betriebes selbst. Wie präsentiere ich mich in der Region gegenüber meinen Geschäftspartnern, meinem Umfeld, meinen Verpächtern, meinen Mitarbeitern und und und…? Wie werde ich als Betrieb wahrgenommen, wie ist mein Image in der Region? Sind meine Mitarbeiter stolz auf ihren Betrieb und die besten Botschafter nach außen?

Jede Form der regionalen Vermarktung wird als „kleine Pflanze“ anfangen. Auf welche Produkte konzentriere ich mich? Was sind die richtigen Botschaften, die ich an meine Kunden senden will? Welche Kunden will ich überhaupt ansprechen? Mit welchen Vertriebswegen will ich starten? Wie will ich auf meine Angebote in der Region aufmerksam und Kunden neugierig machen?

Erst wenn man hierbei ausreichend Erfahrungen gesammelt und sich ein Stück weit etabliert hat, ist es Zeit, sich über den nächsten Schritt Gedanken zu machen: Wie baue ich die regionale Vermarktung zu einem echten Standbein mit eigenständigem Geschäftsmodell und spürbarem Anteil am Umsatz aus. Auf welche Vertriebswege konzentriere ich mich und wie organisiere ich diese professionell? Baue ich einen Hofladen auf, wird es ein Online-Shop oder vertreibe ich über einen Partner aus dem Lebensmitteleinzelhandel? Welche Partner brauche ich noch, um interessante Sortimente anbieten zu können? Wie baue ich ein zeitgemäßes Marketing auf? Welche Geschichte will ich um meine Produkte erzählen?

Die entscheidende Frage stellt sich jedoch bereits viel früher: Habe ich die geeigneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Betrieb, die für die regionale Vermarktung im Landwirtschaftsbetrieb brennen und ausreichende Kompetenzen mitbringen.

Diese und viele weitere Fragen standen im Mittelpunkt des sehr informativen und anregenden Thementages der LöS „Innovatives regionales Marketing für Landwirtschaftsbetriebe“ am 21.09.2026 bei der IHK zu Leipzig.

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Wann?

Montag, den 21. September 2026
15:00 - 18:00 Uhr

Wo?

Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig

Goerdelerring 5 in 04109 Leipzig, Raum 605